Navigazione

Collegamenti ipertestuali

selezionato

Contenuto

Naturgefahrenbulletin des Bundes

Ausgabedatum: Sonntag, 21. September 2014 17:30 Uhr

Prozess Stufe Betroffene Gebiete von bis
Regen 3 zentraler Alpennordhang, östlicher Alpennordhang 21.09.14, 11 Uhr 22.09.14, 05 Uhr
Hochwasser 2 zentraler Alpennordhang, östlicher Alpennordhang 21.09.14, 12 Uhr 22.09.14, 12 Uhr

Starkregen- und Hochwasserwarnung am Alpennordhang

Von Sonntagmittag bis Montagmorgen fällt am zentralen und östlichen Alpennordhang ergiebiger Regen. Dies führt an den kleinen und mittleren Flüssen zu einer mässigen Hochwassergefahr.

Wetter

Aktuelle Situation

Ein flaches Tief mit Zentrum über Skandinavien steuert im Verlauf des Sonntags eine Kaltfront aus Nordwesten zur Schweiz. Im Alpenraum ist noch immer feuchtwarme und labil geschichtete Luft vorhanden, die im Vorfeld der Front allmählich aktiviert wird. Dabei sind  in einer ersten Phase verbreitet kräftige Schauer und lokal auch Gewitter mit Starkregen zu erwarten. Mit dem Kaltfrontdurchgang am Abend und in der Nacht auf Montag drehen die Winde auf Nordwest, dabei wird die Luft an den Nordalpen zunehmend gestaut, was im Laufe des Sonntagabends zur stärksten Niederschlagsphase führen dürfte. Bereits am frühen Montagmorgen erreicht uns die kälteste Luft und die Niederschläge lassen rasch nach.

Prognose

In der Nacht auf heute Sonntag sind in Zusammenhang mit Schauern oder Gewittern am Alpennordhang, am Jura sowie am Nordrand der Schweiz verbreitet 5 bis 20 mm Niederschlag gefallen. In den westlichen Berner Voralpen sowie am Jura fielen gebietsweise bereits 30 bis 60 mm Regen. Die Schneefallgrenze lag dabei auf rund 3000 Metern. Mit der Annäherung der Kaltfront am Abend und in der Nacht auf Montag sind die grössten Niederschlagsmengen zu erwarten. Am gesamten Alpennordhang dürften flächig 20 bis 50 mm, am zentralen und östlichen Alpennordhang etwa 50 bis 80 mm fallen (Stufe 3). Die Schneefallgrenze liegt bei Niederschlagseinsatz auf  rund 2600 Metern, sinkt jedoch in der Nacht auf Montag kontinuierlich ab. Bis am frühen Montagmorgen dürfte die Schneefallgrenze auf rund 2000 Meter oder knapp darunter sinken, wobei die Niederschläge zu diesem Zeitpunkt allmählich aufhören werden.

Aufgrund neuester Unterlagen wurde die Stufe 3 noch bis ins östliche Berner Oberland sowie ins Urner Oberland und ins Glarner Hinterland ausgedehnt.

Fliessgewässer und Seen

Prognose

Die vorhergesagten Niederschläge können insbesondere in kleinen und mittleren Fliessgewässern der betroffenen Regionen lokal zu kurzfristigen und starken Abflusszunahmen führen. Der kritische Zeitraum dauert von Sonntag, 12 Uhr bis Montag, 12 Uhr. Es ist nicht auszuschliessen, dass Fliessgewässer von nationaler Bedeutung (Sihl, Emme) bis in den Bereich der Gefahrenstufe 2 ansteigen. Die grösseren Mittellandseen bleiben unterhalb der Gefahrenstufe 2.

Teaser